Schneeglöckchen läuten den Frühling ein

Und noch einmal wird es richtig kalt bevor der Frühling kommen darf. Unsere Schneeglöckchen lassen sich nicht beirren. Auch die letzte Kältewelle aus Sibirien hat ihnen nichts anhaben können. Frost schreckt diese zarten Blümchen nicht.

Frühlingsknotenblume – Leucojum vernum

An mehreren Stellen im Garten wachsen diese heimischen Frühblüher in ausgedehnten Blütenteppichen.

Der Name Frühlingsknotenblume kommt von dem auffälligen Knoten an dem die Blüte hängt. Auch Märzenbecher werden sie genannt, weil sie eben im März blühen. Bei uns werden sie aber nur Schneeglöckchen genannt, obwohl das eigentlich wieder eine anderes Blümchen ist, dazu aber später mehr.

Wichtig ist es doch nur, beim Gärtner den wissenschaftlichen Namen zu nennen. Damit man auch das richtige Blümchen bekommt das man wünscht.

Ich finde der Name Schneeglöckchen ist für diese heimischen Blüher auch viel passender. Wenn die ersten Blüten unerschrocken mitten aus dem Schnee treiben und ihre Glöckchen im Wind sich zart bewegen.

Wer würde bei dieser Massenblüte von Monokultur oder Langeweile sprechen? Erst die Menge macht dieses Schauspiel perfekt.

Diese heimischen Blüher finden in meinem Garten beste Voraussetzungen, sie mögen feuchte und nährstoffreiche Böden. Dann können sie sich innerhalb von Jahrzehnten zu solchen Beständen entwickeln ohne menschliches Zutun.

Schneeglöckchen – Galanthus nivalis

Und jetzt kommen wir zum wahren Schneeglöckchen, das aber in meinem Garten nicht heimisch war sondern von mir gepflanzt wurde.

Etwas zarter im Erscheinungsbild aber nicht minder schön.

Auch diese haben einen ausgeprägten Fruchtknoten, nur die 6 Blütenblätter sind nicht gleichmäßig groß wie bei den Frühlingsknotenblumen. So lassen sie sich gut unterscheiden.

Diese Woche war der Blütenhöhepunkt dieser wunderschönen Frühblüher, die ersten verabschieden sich bereits wieder. Sobald sie verblüht sind, ist auch der passende Zeitpunkt sie zu vermehren. Größere Horste ausgraben und ihre Zwiebelchen vorsichtig auseinandernehmen.

Noch blühen sie, aber ein anderer heimische Blüher bereitet sich für das nächste Schauspiel vor. Ich hatte schon ein wenig Angst ob er es bis zum 19. März schafft seine Blüten zu zeigen. Am 19. März ist in Bayern der Josefitag, der Namenstag für Josef. Und seit ich denken kann blüht passend zu diesem Termin das Josefiblümchen – Scilla bifolia.

Ganz zaghaft zeigen sie die ersten blauen Blüten. Ein kleines blaues Wunder. Wer mag kann hier weiterlesen: Josefiblume – Ein kleines Ungeheuer im Frühlingsgarten

verlinkt bei: Gartenwonne

 

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23 Gedanken zu “Schneeglöckchen läuten den Frühling ein

  1. Liebe Arlene,
    Unbeschreiblich schön! Diese Fotos sind genau das richtige bei diesem Wetter! Ich beneide dich um diese riesigen Teppiche von Märzenbecher und Schneeglöckchen. Die kleine Josefiblume ist auch ganz bezaubernd
    Mein Garten gefällt mir momentan überhaupt nicht. Er ist einfach noch zu „jung“. Vor einem Jahr sind wir hier eingezogen. Und es ist zu kalt um draußen irgendwas zu werkeln, dabei hätte ich so viel vor.
    Dir ein schönes Wochenende und
    Liebe Grüße
    Marina

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    1. Liebe Marina,
      diese Schneeglöckchenteppiche betrachte ich wie ein Geschenk der Natur. Sie faszinieren mich jedes Jahr wieder.
      Im Moment kann ich das braun rundum auch nicht mehr sehen ;-) und dabei soll es noch die nächsten Tage genau so grauslig bleiben.
      Kopf hoch, irgendwann kommt der Frühling!
      Wünsch dir noch einen schönen Sonntag und liebe Grüße Arlene

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  2. Die Schneeflocken und frühen Krokusse kämpfen hier tapfer gegen die arktische Kälte. Die Winterlinge blühen schon seit Wochen. Die Scilla, die sonst immer den schönen Kontast zu den Winerlingen gab, hält sich noch bedeckt. Märzenbecher haben wir leider keine, muss ich mich mal drum kümmern. Schöne Fotos!

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Pia,
      ganz lieben Dank. Bei uns sind die Märzenbecher auch geschützt. Und zum Glück wehren sich die Pflanzen, indem sie ihre Zwiebelchen ganz tief in der Erde verstecken. Denn Spaziergänger würden sonst gerne mal schnell ein paar Pflänzchen ausreißen.
      Liebe Grüße Arlene

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  3. Was für traumhaft schöne Teppiche von Märzenbechern & Schneeglöckchen liebe Arlene :-)
    Für die Märzenbecher hatte ich anfangs leider den falschen Platz gewählt. Und ob es ihnen auf unseren Hochbecken nun doch zu feucht wird, muss die Zeit zeigen. Die Sommerknotenblumen kommen auf jeden Fall mit den feuchteren Füßen besser zurecht. Und der einzige Märzenbecher, den ich vor Jahren aus dem Garten meiner Mutter mitgenommen hatte, dem war es im geplanten Schneeglöckchen-Feld unter der Magnolie wohl oftmals zu trocken. Gar nicht so einfach mit den passenden Standorten – zumal die Schnecken sich in den Feuchtgebieten ja noch lieber an den frühen Glöckchen laben …
    Winterlich verschneite Grüße schickt Silke

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    1. Hallo Silke,
      da hast du recht, daß es gar nicht so einfach ist die passenden Plätze zu finden. Die Märzenbecher finden meinen Garten als wunderbaren Wuchsort. Dagegen hab ich kein Glück mit den Winterlingen oder Elfenkrokussen.
      Oh, bei dir schneit es. Allmählich mögen wir es nicht mehr sehen, bei uns ist der Garten nur wieder durchgefroren.
      Liebe Grüße Arlene

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  4. …wow, so eine schöne Märzenbecherwiese, liebe Arlene,
    die mag ich ganz besonders…auch die Schneeglöckchen sind schön… ich habe mich auch gewundert, wie schnell sie sich von den Frost wieder erholt haben…und sehr gefreut natürlich,

    liebe Grüße Birgitt

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