Pflanzenbestimmung – Buchvorstellung und Verlosung

Heute darf ich euch ein Buch vorstellen über ein Thema, daß mich schon viele Jahre beschäftigt und begleitet. Und zwar die Bestimmung der Pflanzen in der Natur.

Begonnen hab ich mit Büchern in denen man mit Hilfe von Fotos oder Zeichnungen die Pflanzen bestimmen kann. Das ist soweit kein Problem wenn es sich um „Allerweltspflanzen“ handelt. Sobald man aber etwas besonderes und nicht so häufig wachsende Pflanzen entdeckt dann wird es meist mit diesen Büchern schon schwieriger.

Über kurz oder lang landet jeder der sich etwas intensiver mit der Pflanzenbestimmung beschäftigt zu den Büchern mit einem sogenannten Bestimmungsschlüssel. Ein Standardwerk für Profi ist der „Schmeil-Fitschen – Flora von Deutschland und angrenzenden Länder“.

Daß man über solche Bestimmungsschlüssel Pflanzen bestimmen kann sind Grundkenntnisse der Botanik nötig. Dazu ist auch einige Übung von nöten um damit umgehen zu können. Da wird so mancher noch stöhnen der das im Zuge seiner botanischen Ausbildung lernen mußte oder durfte, je nach dem 😉

Und jetzt komme ich zu dem Buch das ich vorstellen möchte.

Grundkurs Pflanzenbestimmung – Eine Praxisanleitung für Anfänger und Fortgeschrittene

Geschrieben wurde es von Rita Lüder einer promovierten Biologin die seit vielen Jahren Pflanzenbestimmung- und verwendung lehrt und bestens mit den Problemen und Fragestellungen gerade von Anfängern vertraut ist.

Auch in diesem Buch wird mit Bestimmungsschlüssel gearbeitet aber der Vorteil der das Ganze wesentlich vereinfacht, hier wird mit vielen Fotos und farbigen Zeichnungen Hilfestellung gegeben. Auch wird vorab der Grundbauplan (Spross, Blüte, Blätter, …) der Pflanzen ausführlich und mit vielen Beispielfotos erklärt und dargestellt damit man mit den botanischen Begrifflichkeiten umgehen kann.

Auf insgesamt 552 Seiten nehmen die Pflanzenbestimmung und die Erläuterungen dazu den größten Teil des Buches ein. Es werden aber auch noch viele weitere Pflanzenrelevante Themen angesprochen, wie etwa:

Zeigerpflanzen sind für jeden Hausgärtner eine äußerst interessante Möglichkeit mit Hilfe von Pflanzen die Bodenbeschaffenheit einzuordnen: Gezeigt werden unter anderem Pflanzen die am Nährstoffreichen Standort wachsen oder Magerstandort, Feuchtezeiger, Kalkzeiger, Trockenzeiger, Verdichtungszeiger, …

Inhaltsstoffe der Pflanzen mit den wichtigsten Wirkstoffgruppen (Ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Antioxidantien u.v.m. und ihre Wirkungsweise) werden vorgestellt.

Viele Tipps werden zur Sammlung, Aufbewahrung, Nährwert von Wildkräutern und Küchenanwendung gezeigt.

Wer für die Küche Doldenblütler sammelt wie z.B. den Giersch ist gut beraten sie gut zu kennen! Denn es gibt auch giftige Vertreter dieser Familie

Wegen dieser vielen Informationen und der genauen Beschreibung der 27 wichtigsten Pflanzenfamilien aber auch durch den angenehmen Schreibstil der Autorin läßt sich das Buch für Pflanzenbegeisterte sogar wie ein Lesebuch lesen.

Außerdem ist dieses Buch eine große Hilfe, damit man mit dem Standardwerk „Schmeil-Fitschen“ das vom selben Verlag stammt, leichter umgehen kann.

Mein Fazit:

Wer sich etwas mehr mit der Botanik und der Bestimmung von Pflanzen beschäftigen möchte hat mit diesem Buch den besten Begleiter. Durch die ausführlichen Beschreibungen und Bebilderungen ist es auch für jeden interessierten Laien möglich sich in diese Materie ein zu arbeiten und die über 600 häufigsten Pflanzenarten zu bestimmen. Mit den vielen zusätzlichen Information über Pflanzen machen dieses Buch für mich zu einer Pflichtlektüre für jeden Pflanzenbegeisterten und sollte in keinem „grünem“ Bücherregal fehlen.

Mir gefällt eine Aussage der Autorin ganz besonders, in der sie schreibt:

„Sie sollten die Bestimmung von Pflanzen wie „Rätselraten“ angehen, mit viel Spaß und Begeisterung, aber auch mit dem Wissen um die immer wieder auftretende Möglichkeit von Irrtümern. Erwarten Sie bei der Bestimmung nicht, immer sofort und auf Anhieb bei der richtigen Pflanzenart zu landen. Ein falsch eingeschlagener Weg bedeutet nicht die „Unfähigkeit“ des Benutzers oder die Fehlerhaftigkeit des Schlüssels, sondern ist ein Zeichen für die Mannigfaltigkeit und den Formenreichtum der Schöpfung …“

Und genau deshalb mag ich das Pflanzenbestimmen so sehr, weil ich mich nicht nur oberflächlich mit „hübschen Blumen“ beschäftige sondern durch die Bestimmung der Pflanzen ein genaues Betrachten notwendig wird und dadurch den Aufbau einer Pflanze besser kennenlerne und so das eine oder andere Pflanzengeheimnis entdecken kann!

Da dieses Buch bereits seit vielen Jahren in meinem Bücherregal steht 😊 möchte ich die neueste Ausgabe vom QUELLE & MEYER Verlag mir zur Rezension zur Verfügung gestellte Exemplar unter meine Leser-innen verlosen. Ihr seid im Lostopf wenn ihr mir einen Kommentar schreibt und vielleicht sogar über eure Erfahrung mit Pflanzenbestimmung bis einschließlich 05. August 2017 berichtet!

Vielen Dank nochmals an QUELLE & MEYER für die Bereitstellung dieses Buches!

 

Advertisements

7 Gedanken zu “Pflanzenbestimmung – Buchvorstellung und Verlosung

  1. Ich beschäftige mich auch gerne näher mit Pflanzen oder Tieren, welche ich in meinem Blog vorstelle oder welche ich irgendwo gefunden und fotografiert habe. Auf diese Weise habe ich schon viele verschieden Pflanzenarten und Tierarten entdecken können und mein Wissen auf diesen Gebieten ständig nach und nach erweitert. Gerade in diesem Jahr habe ich in meinem Garten eine Pflanze, welche ich den Veronika zuordnen würde. Aber sicher bin ich nicht und gefunden habe ich im Internet noch nichts Aussagekräftiges. Sollte ich das Buch gewinnen, dürfte diese Pflanze meine erste Unbekannte sein, welche ich bestimmen würde. Vielen Dank für die gelungene Buchvorstellung – solche Bücher sind wirklich etwas ganz Besonderes – mit Tiefgang und fundierter Sachkenntnis. LG sendet Marion

    Gefällt 1 Person

  2. Immer wieder, wenn ich in der Natur eine Pflanze sehe, frage ich mich, was das sein könnte. Manche Pflanzen kennt man irgendwann, weil man sie irgendwo mit passender Bezeichnung gesehen hat. Aber so viele andere Arten bleiben völlig unbekannt. Das wollte ich immer mal irgendwann angehen 😉
    Herzliche Grüße
    Julia

    Gefällt 1 Person

  3. Danke für die Buchvorstellung, das klingt nach einem sehr nützlichen Werk.

    Ein bisschen Pflanzenbestimmung hätte mir schon am Anfang meiner Gartenlaufbahn sehr geholfen, als ich den Rasen angelegt habe und mich über jedes grüne Etwas gefreut habe, das aus dem Boden schaute. Später dann die Erkenntnis: Quecken und Gartenmelde machen eben keinen schönen Rasen und alles musste mühsam wieder entfernt werden. Inzwischen freue ich mich immer über bunte Flecken in meinem Kräuter-/Blumenrasen, letztens neu kennengelernt: die Kleine Braunelle, sehr schön!

    Gefällt 1 Person

  4. Meine Mutter hat mir kürzlich noch dieses Buch von Schmeil-Fitschen gezeigt, aber genau wie du sagst, finde ich es für Anfänger eine Herausforderung. Deshalb gefällt mir deine Buchempfehlung ausgesprochen gut und sollte ich nicht gewinnen, will ich mal sehen, daß ich es mir besorge. In letzter Zeit entdecke ich immer mehr die Wildblumen am Wegesrand und ich fände es schön, wenn ich noch mehr bestimmen könnte. Gerade diese ganzen weißblühenden Doldenblütler kann ich bislang kaum auseinanderhalten. Da wäre so ein Buch klasse. Genauso wie die Zeigerpflanzen. Das finde ich total spannend, wenn man anhand des Bewuchses feststellen kann, mit was für einem Boden oder Standort man zu tun hat. Vielen Dank für die Vorstellung dieses schönen Buches 🙂 Liebe Grüße, Almuth PS ergänzt sich dann auch prima mit der Insektenbestimmung, wenn man weiß, wer auf welche Blüten steht 😉

    Gefällt 1 Person

  5. Die Aussage der Autorin, man solle das Pflanzenbestimmen als Rätselraten betrachten und im Hinterkopf behalten, dass man dabei auch Fehler machen kann, finde ich super-sympathisch. Denn genauso ist es ja.
    Ich habe ja im Lauf meiner „Gartenkarriere“ auch schon einiges an Fehldiagnosen hinter mich gebracht – meistens eher im Sinne von „ist das nützlich oder kann das weg?“ – es wäre natürlich doch nützlich gewesen. Die Erkenntnis kam dann meistens auf der Suche nach einem bestimmten Kraut, von dem ich in Wildkräuterezeptbüchern oder historischen Texten gelesen habe, beim Durchstöbern der Blumenschule oder des Rühlemann’s-Sortiments… peinlich, peinlich! Man lernt natürlich dazu, aber ich muss gestehen, dass die klassischen Pflanzenbestimmungsbücher mir einfach nicht benutzerfreundlich genug sind. Klar könnte man sich einarbeiten, wenn man wollte – aber ich gebe zu, ich WILL einfach nicht.
    Da hört sich das von dir vorgestellte Buch ja angenehm anders an. Wenn ich es nicht gewinnen sollte, werde ich also sicherlich danach Ausschau halten. Damit es in Zukunft nicht mehr nur bei Zufallserkenntnissen bleibt… 🙂

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s