Himmelsstürmer – Ramblerrosen

Die Rehe sind Schuld , daß ich zu den Ramblern gekommen bin. Welch ein Glück, denn diese Kletterrosen mit ihrem vitalen Wuchs passen perfekt in meinem eher naturnah gestalteten Garten.

Da die Rehe in meinem Garten ein- und ausgehen und Rosentriebe und vor allem auch die Blüten für sie ein Leckerbissen sind, mußte ich Rosen pflanzen die ihnen davon wachsen. Und was gibt es da besseres als Rambler die bis über 10 Meter hoch wachsen können.

Im Vordergrund die Büschelrose – Rosa multiflora

Seit vielen Jahren wächst in meinem Garten bereits die Büschelrose – Rosa multiflora eine kleinblütige weiße Wildrose aus China die in die Rambler eingekreuzt wurde.

Büschelrose – Rosa multiflora

Ihr unverwüstlicher und gesunder Wuchs überzeugen aber ich mag die Büschelrose vor allem deshalb, weil sie während der Blütezeit mit ihrem Honigduft ein absoluter Insektenmagnet ist. Manchmal braust es im Rosenstock als ob ein Bienenschwarm unterwegs wäre. Und sie zeigt bereits den ungestümen Wuchs den die Rambler auszeichnet. Sobald sie einem Baum erreicht dann werden in meinem Garten die Triebe leicht fünf Meter lang und hangelt sich von Ast zu Ast.

Himmelstürmer – Ramblerrosen

Rambler entstanden zum Anfang des 20. Jahrhunderts durch Kreuzung der Rosa wichuraiana und eben der Büschelrose – Rosa multiflora. Ihre meist relativ kleinen Blüten die aber äußerst zahlreich erscheinen zeigen sich meist nur einmal im Jahr. Es gibt Ausnahmen mit einer leichten Nachblüte. Ihre oft beeindruckende Blüte über mehrere Wochen macht die einmalige Blüte aber mehr als Wett.

Und ihre eher dünnen und biegsamen langen Triebe, in einem Jahr wachsen sie teilweise mehrere Meter, macht sie perfekt um sie in Baumkronen oder große Sträucher wachsen zu lassen. Wie der Name Rambler schon sagt, sie sind Wanderer. Sie lassen sich nicht gerne dirigieren in welche Richtung und auch wenn ich es oft lese, daß Rambler für Rosenbögen geeignet sind, da würde ich davon abraten. Am schönsten sind sie, wenn sie viel Platz zur Verfügung haben und nicht ständig beschnitten werden müssen weil man sich sonst in einem Dornröschengarten wähnt. Bei Platzmangel sollte man sich eher für eine „normale“ Kletterrose entscheiden.

Den ersten Rambler den ich vor Jahren pflanzte war eine ‚Bobby James‘, die auch im Halbschatten zurecht kommt. Sie verwebt sich hier am Eingang zum Waldgarten mit einer Rosa multiflora.

Rambler ‚Bobby James‘ mit Rosa multiflora

Weil hier keine Bäume stehen sondern nur hohe Sträucher, hangelt sie sich eher in die Breite. Ansonsten könnte sie eine Höhe von bis zu 10 Metern erreichen.

Ramblerrose „Bobby James“

Ihre Hagebutten die sie bis zum Herbst entwickeln sind eine Leibspeise der Amseln und ich muß schnell sein wenn ich für Dekozwecke schöne Zweige schneiden möchte.

Früchte der Ramblerrose „Bobby James“

Vor vier Jahren pflanzte ich mir den nicht so häufig angebotenen Rambler ‚Wight Flight‘, eine englische Züchtung aus dem Jahr 1916.

Rambler ‚Wight Flight‘

Von der Rose bin ich sehr angetan und sie gehört mittlerweile zu meinen Lieblingen. Ihre duftenden halbkugeligen Blüten sind von der Nähe als auch von der Ferne eine Pracht. Und ihre Besonderheit ist, daß sie beim Verblühen vergrünt und die Blütenblätter nicht braun werden. Damit ist sie über viele Wochen eine Schönheit.

Ramblerrose ‚White Flight‘

Mit der ‚White Flight‘ kaschiere ich eine Zierkirsche – Prunus serrulata ‚Kanzan‘. Diese Zierkirsche blüht im Frühjahr recht ansehnlich aber ansonsten kümmert sie eher dahin. Mit dem Rambler im Geäst hat dieses Bäumchen im Sommer ihren zweiten Blütenauftritt. Die ‚White Flight‘ wächst 3 – 5 Meter hoch und benötigt nicht ganz so viel Platz als der nächste Rambler den ich mir in den Garten pflanzte und zwar ‚Paul’s Himalayan Musk‘

Ramblerrose ‚Pauls’s Himalayan Musk‘

Diese Rose sah ich das erste mal vor Jahren in einem Rosengarten. Dort wuchs sie 10 – 15 Meter hoch in einem Baum und ist zur Blüte eine Sensation. Obwohl ich das Babyrosa nicht unbedingt favorisiere mußte ich unbedingt in meinem Garten einen Platz dafür finden.

Ramblerrose ‚Paul’s Himalayan Musk‘

Rankgerüst für diesen Himmelsstürmer ist ein abgestorbener Apfelbaum geworden. Seit drei Jahren wächst sie nun im Garten und allmählich spürt man einerseits ihren Drang nach oben aber auch wie sie ihre Girlanden wunderschön nach unten hängen läßt. Ein paar Jahre wird sie noch benötigen, daß sie ihre ganze Schönheit zeigen kann.

Mittlerweile bin ich totaler Fan von Ramblern und geh durch den Garten und denk mir, ach da wäre noch Platz und hier könnte eine wuchern. Da muß ich noch aufpassen, daß ich nicht irgendwann einen Dornröschengarten habe!

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9 Gedanken zu “Himmelsstürmer – Ramblerrosen

  1. Hach, ich liebe Deinen „Dornröschengarten“ mit den zauberhaften Ramblerrosen. Bei uns ist im alten Kirschbaum „Bobby James“ zuhause und versprüht in diesem Jahr ein ganz besonderes Blütenfeuerwerk. Das ist so schön, dass ich nun schon überlege, an den anderen alten Kirschbaum im Herbst ebenfalls eine Ramblerrose zu setzen 🙂
    Liebe Gartengrüße
    Inge

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    1. Ich danke dir ganz herzlich!
      Die Rehe sind bei uns ein Faktor die die Pflanzenvielfalt einschränken im Garten aber im Laufe der Jahre lernt man mit ihren Besuchen umzugehen. Und es ist ja auch nett anzusehen wie sie sich im Garten wohl fühlen 😉
      Liebe Grüße Arlene

      Gefällt 1 Person

  2. wunderschön sieht das aus
    diese Kaskaden von Blüten
    meine Tochter hat einen ollen Tannenbaum im Garten ..
    gedeihen die Rosen da auch ?
    Ist nur zur Miete.. fällen geht also nicht
    Liebe Grüße
    Rosi

    Gefällt 1 Person

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