Obstgehölz- und Baumschnitt, eine Buchvorstellung mit Verlosung

Obstgehölze sollten geschnitten werden um sie langlebig, gesund und ertragreich zu erhalten.

Birnbaum

Aber da beginnt oftmals das Dilemma. Obstbaumschnitt scheint wie ein Buch mit sieben Siegel. Welch ein Glück, wer da einen erfahrenen „Obstbaumschneider“ kennt, der die Arbeit übernimmt. Und wenn nicht? Dem kann ich nur empfehlen sich über Bücher und Vorträge zum Thema die grundlegenden Dinge des Obstbaumschnitts anzueignen. Und dann in den Garten gehen und sich trauen den ersten Schnitt zu wagen! Glaubt mir, es kann nichts passieren, falls ihr nicht den ganzen Baum wegschneidet 😉  nur Übung macht den Meister!

Fragen über Fragen zum Obstbaumschnitt

Warum ist es so wichtig, daß man über die Unterlage Bescheid weiß? Was ist der Pflanzschnitt? Und einen Erziehungs-, Erhaltungs- und Verjüngungsschnitt gibt es auch noch? Oder wie kann ich die Wuchsstärke des Baumes regulieren indem ich entweder einen Winter- oder Sommerschnitt mache? Was ist die Saftwaage? Was nehme ich für Werkzeug zum Schnitt?

Fragen über Fragen, die alle und noch viele mehr in einem kleinen Buch verständlich erklärt werden.

Obstgehölz- und Baumschnitt in Bildern – Richtig planen, schneiden und pflegen

Dieses kleine Buch im Querformat erklärt auf knapp 100 Seiten anhand von zweifarbigen Zeichnungen die Grundlagen des Obstbaumschnittes einschließlich vieler Informationen zu den verschiedenen Obstgehölzen.

Zeichnungen sagen bei diesem Thema viel mehr aus, deshalb ist es richtig, daß auf Fotos verzichtet wurde, die bei diesem Thema mehr verwirren als weiterhelfen würden. Bei manchen Gartenthemen ist der fachliche Inhalt und Fakten wichtiger um an Information zu kommen!

In vielen Schritt für Schrittanleitungen werden die Regeln des Obstbaumschnittes vorgestellt. Für sämtliche Obstarten wie Äpfel, Birne , Pflaume … wird auf die richtige Unterlage, Befruchter aber auch Pflanzenschutz eingegangen.

Im zweiten Teil des Buches werden alle gängigen Beerenfrüchte, Frucht- und Nussbäume, Weinreben, Sanddorn und viele andere vorgestellt und deren speziellen Bedürfnisse bei Pflanzung, Pflegeschnitt, Planzenschutz/Düngung erklärt.

Es wird aber auch kritisch auf häufige Fragen des Obstbaus eingegangen. Wie z.B.die oft empfohlene aber überflüssige Wundbehandlung nach Schnittmaßnahmen oder auf das Für und Wider von Ballerinaobstbäumchen.

Am Ende des Buches ist noch eine alphabetische Arten- und Sortenliste, mit vielen Informationen wie Standortbedingungen, Pollenspender oder Krankheitsanfälligkeit.

Und wenn ihr Einsteiger seid und tatsächlich euren Baum mal „verschnitten“ habt, dann gibt es sogar für dieses Thema ein Kapitel mit Problemlösungen dazu 😉

Mein Fazit

Beim Obstbaumschnitt ist es nötig theoretische Grundlagen zu verstehen. Wer sich leicht verständlich diese aneignen mag  hat als Anfänger aber auch als Fortgeschrittener mit diesem Buch einen guten Begleiter und Nachschlagewerk. Auf wenig Raum wird viel Wissen vermittelt und man spürt, daß die Autoren wissen von was sie schreiben.

Ich möchte das vom Quelle&Meyer – Verlag mir zur Rezension überlassene Exemplar unter meine Leser/innen verlosen. Ihr wandert in den Lostopf wenn ihr mir bis einschließlich 01. Mai 2017 einen Kommentar schreibt und ich würde mich freuen wenn ihr dabei über eure Erfahrung oder auch Nichterfahrung mit Obstbäumen berichtet!

 

 

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9 Gedanken zu “Obstgehölz- und Baumschnitt, eine Buchvorstellung mit Verlosung

  1. Die Pflege von Obstbäumen ist nicht meine Welt, ehrlich gesagt. Ich war auch nie ein Freund von Böumen im Garten! Ich habe immer gesagt, Nadelbäume gehören in den Wald und den Gatsch, den so mancher Baum z.B. Kriecherl im Garten macht, muss ich nicht haben.
    Aber meine Meinung hat sich geändert, mittlerweile weiß ich sogar die Hollerstaude bei uns zu schätzen, weil ich auf den Saft nicht mehr verzichten möchte! Früher konnte ich die oft völlig verlausten Ruten nicht sehen.
    Diesbezüglich bewusster lebe ich erst seit ich Kinder habe! Ich habe es in meiner Kindheit genossen, Obst vom Baum zu essen. In meinem Garten steht nur ein aaaaaalter Zwetschkenbaum, der nur noch von Spanngurten zusammengehalten wird, aber leckere Früchte jeden Herbst bringt und ein Apfelbaum, dessen Äpfel eher ungenießbar sind. Heuer habe ich meinen Papa erstmals gebeten, die Bäume auszuschneiden. Er kennt sich aus und sagt immer: man muss einen Hut durch die Astkrone schießen können…
    Ja, ich hätte gerne mehr eigenes Obst im Garten und deshalb möchte ich schon bald den ersten Familienbaum pflanzen und eine richtige Zeremonie daraus machen.

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  2. Der Obstbaumschnitt ist schon eine Wissenschaft für sich! Ich habe mir zwar auch schon viel angelesen und auch schon einen Kurs besucht, aber meist schneide ich „nach Gefühl“!
    Viele Grüße von
    Margit

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  3. …wir haben vor paar Jahren neue Obstbäume auf unsere Streuobstwiese gepflanzt und ich würde gern mehr schneiden als der Mann zu lässt…da käme mir so ein Buch doch gerade recht um heraus zu finden, was dem Baum wirklich gut tun würde…so einfach ist das wohl gar nicht,

    liebe Grüße Birgitt

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  4. Danke für den Buchtipp! Das ist bei uns grad wieder voll das Thema, auch wenn grad keine Obstbaumschnittzeit ist. Ich mag diese radikalen Rückschnitte überhaupt nicht, weil die Bäume danach mit ihren Aststumpen wie Invaliden aussehen. Aber so ganz ohne ist´s halt auch nichts. Seit letztem Jahr haben wir außerdem ein paar Johannisbeersträucher. Huah! Da ist ja rot nicht gleich schwarz nicht gleich weiß…
    Also nochmal danke für den Buchtipp! Kommt genau zur richtigen Zeit 🙂

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  5. Da in den Gärten meiner Freunde einige Obstbäume stehen und die,diese nicht bescheiden,muss ich immer ran,nur weil ich vor über 30 Jahren mal Gärtner gelernt habe,denken alle,ich wüsste es ganz genau..
    Dieses Buch könnte mir vielleicht helfen,die Bäume im kommenden Winter,richtig zu beschneiden.
    Dankeschön für diesen Buchtipp.

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  6. Wir haben im Garten einen recht alten Apfelbaum der Sorte Boskoop. Als wir den Garten vor zwei Jahren übernommen haben hatte dieser ganze drei Äpfel! Ursache war der Schnitt des Vorpächters der im Prinzip einfach eine Motorsäge genommen hat um den Baum „rundzuschneiden“ wie er es nannte. Also einfach einmal rundherum im Kreis. Selbst der Satz “ man muss einen Hut durchwerfen können“ war ihm fremd. Ok, dachte ich … das kann ja nicht so schwer sein … einiges gelsen und dann ran ans Werk.
    Als ich dann aber mit der Säge in der Hand vor dem Baum stand war alle Theorie verflogen. Ich habe dann alles entfernt was mir nach Wassertrieb aussah und zusätzlich alles was sich überkreuzte. Dann habe ich geguckt was passiert. Und siehe da, im vergangene Jahr hatten wir schon eine recht ertragreiche Ernte. In diesem Jahr habe ich dann noch etwas nachgebessert und werde mal schauen was nun passiert … sofern der Baum den Frost der letzten Tage gut überstanden hat. Richtig Ahnung hab ich aber immer noch nicht und genau hier wäre das Buch Ideal.
    Beste Grüße
    Björm

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  7. Mein Vater hat Obstbäume gezüchtet und so bin ich schon als Dreijährige mit ihm losgezogen, wenn er Unterlagen besorgt hat und habe beim Pfropfen und Veredeln zugeschaut. Leider sind alle Obstbäume und -Sträucher nach seinem Tod meiner Mutter zum Opfer gefallen und so gibt es hier nur noch Zierquitten und eine Zierjohannisbeere. Die kann man wie Obstbäume schneiden, oder?

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