Josefiblume – Ein kleines Ungeheuer im Frühlingsgarten

Die Leberblümchen haben bereits ihren Blütenhöhepunkt überschritten und sie werden von der nächsten blau blühenden Pflanze in der Natur abgelöst.

Zweiblättriger Blaustern – Scilla bifolia

Der Zweiblättrige Blaustern – Scilla bifolia, der bei uns aber nur Josefiblume genannt wird. Denn am 19. März ist der Joseftag zu Ehren des heiligen Josefs und jedes Jahr pünktlich zu diesem Tag zeigen sich die kleinen blauen Sternchen.

Standortansprüche:

Dieses Blausternchen kommt aus der Familie der Spargelgewächse, kommt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet und wird etwa 15 – 20 cm hoch. Seit Ende des 16. Jahrhunderts wird es hier bei uns auch als Zierpflanze kultiviert. Diese submediterrane Pflanze  verlangt dementsprechend  gute Voraussetzungen und kommt in Deutschland nur bis zum Siebengebirge  bis Bonn vor. Wenn alles passt kann diese Wildpflanze große Bestände entwickeln. Und nur dann macht es auch Sinn diese Pflanze im Garten zu kultivieren. Der häufiger angebotene Sibirische Blaustern – Othocallis siberica eignet sich besser für die Gartenkultur.

Der Zweiblättrige Blaustern mag es am liebsten nährstoffreich, humos, kalkhaltig, feucht aber wasserdurchlässig in voller Sonne bis Halbschatten.

Besonders geschützt:

Das in Deutschland relativ selten wachsende Pflänzchen ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt und darf auch nicht für Handsträußchen gepflückt werden. Außerdem ist es giftig durch Saponine und herzwirksame Glykoside. Bei empfindlich Personen kann es auch Hautreizungen hervorrufen.

Nach altem Aberglauben bekommt man Sommersprossen wenn man daran riecht. Upps da habe ich nicht aufgepasst 😉

Wie kommt es zum Namen Scilla?

Der wissenschaftliche Name Scilla kommt von dem sechsköpfigen Ungeheuer Skylla aus der griechischen Mythologie, denn das Blausternchen hat sechs Blütenblätter. Dieses Monster wartete an einer Meeresenge und verschlang alles was ihm unterkam. Auch Odysseus soll dabei sechs seiner Männer verloren haben.

Wie so ein zartes Blümchen an so einen Namen kam, unglaublich. Vielleicht wegen der blauen Farbe und dem Wasser in dem das Ungeheuer lebte?

Verlinkt bei: Ein Fachwerkhaus im Grünen

 

 

 

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21 Gedanken zu “Josefiblume – Ein kleines Ungeheuer im Frühlingsgarten

  1. Ein sehr interessanter Post, und ich weiß jetzt auch endlich wo meine Sommersprossen herkamen, ein Ungeheuer, dass mit Sommersprossen um sich wirft. So manche Namensgebung ist wirklich kurios.
    Die Bilder sind sehr schön.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    Gefällt 2 Personen

    1. Der Name wird hier bei uns Regional in Südostbayern und im Salzburger Land verwendet. Es wäre interessant wie es wo anders genannt wird!?
      Leider ist es bei uns grau in grau, wünsche dir noch einen schönen Sonntag und liebe Grüße Arlene

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  2. Liebe Arlene, schön, dass Du bei der Verlosung für die Messekarten mitmachst. Freut mich sehr. Die Informationen über das Blausternchen sind total interessant – so genau hatte ich mich noch nie damit beschäftigt. Überhaupt gefältl mir Dein Blog total gut. Ich werde ihn mit meinem verlinken 🙂

    lg kathrin

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  3. … Dieses Blümchen kenne ich noch nicht, bin auch gar nicht sicher, ob es in unserer Gegend vorkommt, aber auch mein Schatz heißt Josef und gleich morgen zeige ich ihm sein ‚Blümchen‘! Danke für den wiederum tollen Artikel!!!

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  4. … juhuuuuuu ich habe sie auch im Garten, aber von ihnen ist noch nichts weiter zu sehen. Na gut, bei uns ist eh alles etwas später.
    Schöne Bilder hast du davon gemacht und alles wissenswertes dazu hier geschrieben. Bin gespannt wann ich meine sehen werde.

    Hab einen schönen Sonntag
    LG Paula

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  5. Hier in Hannover gibts den Lindener Berg, auf dem ein alter Friedhof liegt. Der gesamte Friedhof liegt im Frühjahr in blauer Blüte. Hier heißt es auch das „Blaue Wunder“ oder Scillablütenfest. An dem Blau kann man sich kaum sattsehen. Leider kann ich gerader kein gutes Bild finden. Es ist wunderschön ! Sie vemehren sich bestens 🙂 Der Name Josefiblume war mir auch noch nicht bekannt. Ich kenn ihn nur als Blaustern. Wieder ganz tolle Fotos !!

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  6. Ist das zauberhafte sechsblättrige Blümchen denn so giftig, dass es ähnlich tödlich wirkt wie das antike Ungeheuer? Ansonsten ist ja wirklich nicht nachzuvollziehen, wie das hübsche Gewächs so einen garstigen Namen bekam.

    Den Namen Josefiblume kannte ich auch noch nicht (bei uns blüht das Blausternchen auch erst später, aber wir sind ja auch nördlich von Bonn…). Da meine Mutter genau am Josefitag Geburtstag hat, wäre das ja mal eine nette Geschenkidee – wenn ich denn mal das richtige Blausternchen im Handel finde.

    Ach, diese kleinen Frühjahrsblüher sind einfach immer zauberhaft!

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