Die Vielfalt der Leberblümchen

Die letzten Tage war in den umliegenden Buchenwäldern vor meiner Haustüre die Hauptblüte des Leberblümchens. Im Garten hab ich auch ein paar Exemplare des wild wachsenden Leberblümchens – Hepatica nobilis. Aber sie fühlen sich definitiv im Wald am wohlsten und dort gefallen sie mir auch am besten.

Von der Ferne fallen sie kaum auf aber sobald man genauer schaut, sieht man überall blaue „Perlen“ aus dem Buchenlaub heraus lugen. Manchmal auch in Gruppen mit den Frühlingsknotenblumen zusammen.

Diese heimischen Leberblümchen sind sehr variabel in ihrer Farbgebung. Zumeist sieht man sie in den himmelblauen bis zu dunkleren  Blautönen und violetten Farbtönen. Man muß aber nicht lange suchen und findet schnell andere Farbtöne.

Ein fast rein weißes neben dem typischen Blau.

Ein Leberblümchen im Rosa Kleid.

Hier sind die Blütenblätter außen bläulich wenn sich die Blüte öffnet und im verblühen verfärbt es sich in ein helles rosa.

Und so ist es nicht verwunderlich, daß die Züchter mittlerweile ein riesiges Sortiment an verschiedensten Blütenfarben aber auch Formen anbieten können.

Und so wie es mit allem ist, gibt es auch bei den Leberblümchen leidenschaftliche Sammler. So kostet das heimische Leberblümchen ein paar Euro aber sobald man etwas besonderes will ist man schnell bei 20-150 Euro pro Pflanze. Aber da ist für wahre Liebhaber noch bei weitem nicht die Grenze, denn für Raritäten werden mehrere Tausend Euro bezahlt.

Versucht aber nicht ein Leberblümchen auszugraben wenn ihr sie am Naturstandort findet. Denn auch wenn sie an der Oberfläche so zierlich aussehen sind sie im Boden tief und fest verwurzelt und wer sie verletzt der bringt sie nur zum absterben. Viel zu schade, denn Leberblümchen benötigen viele Jahre bis sie sich entwickeln und zum blühen beginnen. Außerdem sind sie geschützt, also verbietet es sich eh selbstverständlich!

So sind letztendlich ein paar Euro für ein heimisches Leberblümchen (Hepatica nobilis) beim Gärtner nicht viel, wenn man bedenkt wie lange diese zur Aufzucht brauchen.

Leberblümchen

Ein kleines zartes Blümchen, mit so viel Charme. Ich bin schon ein wenig wehmütig, wenn sie jetzt verblühen. Aber ihr Blühen signalisiert mir jedes Jahr wieder aufs Neue, daß es mit dem Jahr aufwärts geht und endlich die Gartensaison wieder beginnt.

Freuen wir uns auf eine wunderschöne Zeit, bis das Leberblümchen uns nächstes Jahr wieder besucht!

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14 Gedanken zu “Die Vielfalt der Leberblümchen

  1. Hat dies auf Gartenclub Michendorf rebloggt und kommentierte:
    Passend zu diesem schönen Hepaticabericht kann ich erwähnen, dass die Freundschaftsinsel Potsdam dieses Jahr vom 7.-12.3.2017 zu einer kleinen Pavillionausstellung Vielfalt der Leberblümchen- Edelsteine im Frühlingsgarten eingeladen hatte. Es gab einen kleinen Eindruck von getopften Leberblümchen und eine schöne internationale Literatur- und Posterausstellung dazu. Es wurde jedoch einer Freiluftansicht, wie in der Natur nicht gerecht. Der eine oder andere Besucher fragte trotzdem nach einer Bezugsquelle.

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      1. Nein, leider ist Potsdam etwas weit von mir. Vor vielen Jahren war ich mal in Potsdam und hab es sehr genossen. Es gehört auf alle Fälle auf meine Wunschliste es nochmals zu besuchen!
        Liebe Grüße Arlene

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      1. Hallo Julia,
        die Leberblümchen schieben oft schon Ende Dezember die ersten Blütenknöpfchen durch die Erde. Nach ersten wärmeren Tagen fangen sie Ende Februar zu blühen an und bis Mitte März ist bei mir dann Leberblümchenhöhepunkt!
        Liebe Grüße Arlene

        Gefällt 1 Person

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