Info und Tipps für einen attraktiven Bienengarten im Frühjahr

Da schlägt das Imkerherz höher wenn zum Ende des Winters die Temperaturen steigen und im Garten die Bienen auf Nahrungssuche unterwegs sind. Wenn sie mit dicken Pollenhöschen nach Hause in ihren Stock fliegen, denn dann weiß der Imker, daß sie bereits wieder brüten, der Pollen wird für die Bienenaufzucht benötigt.

Bienenflug im Frühjahr

Hier eine Auswahl von Trachtpflanzen die Bienen und Hummeln lieben:

Winterlinge (Eranthis hyemalis) und Haselnuss (Corylus avellana)

Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum) und Leberblümchen (Hepatica nobilis)

Schneeglöckchen (Galanthus) und Kornelkirsche (Cornus mas)

Krokus und Weiden (Salix)

Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) und Schneerose (Helleborus hybride)

Mit diesen ersten Blühern im Frühjahrsgarten kann den Honigbienen und den Wildbienen zu denen auch die Hummeln gehören der Start ins neue Jahr erleichtert werden.

Jetzt ist optimale Pflanzzeit:

Jetzt ist die optimale Pflanzzeit um Schneeglöckchen und Frühjahrsknotenblumen zu pflanzen, in gut sortierten Gärtnereien gibt es auch die Leberblümchen. Auch können jetzt im Frühjahr die Gehölze wie Haselnuss, Kornelkirsche, Weide oder Winterjasmin gepflanzt werden.

Im Moment werden in den Gärtnereien oftmals die verblühten Schneerosen zu einem reduzierten Preis verkauft. Oftmals sind diese Angebote etwas versteckt aber es lohnt sich zu suchen, ich habe diese Woche eine wunderschöne Helleborus zu einem Drittel des ursprünglichen Preises gefunden.

Unterschied zwischen Honigbienen und Wildbienen zum Anfang der Gartensaison:

Bei Honigbienen überwintert das ganzes Volk. Das heißt, die Königin mit ihren Arbeiterinnen. Deshalb sehen wir jetzt im Garten vor allem die Honigbienen auf der Suche um Pollen und Nektar, weil am Ende des Winters ein Bienenvolk je nach Stärke noch über 5.000 – 15.000 Arbeiterinnen verfügt.

Hummel

Dagegen bei den Wildbienen/Hummeln überwintert lediglich die Königin. Die Arbeiterinnen sterben im Herbst. So werden wir jetzt die nächsten Wochen die Hummelköniginnen beobachten können wie sie sich an die Arbeit machen um wieder ein neues Volk aufzubauen.

Von daher kommt der Spruch: Wenn du Anfang des Frühjahrs eine Hummel tötest vernichtest du ein ganzes Volk!

Vor allem an kalten Frühlingstagen kann man beobachten wie Hummelköniginnen oftmals geschwächt  und nahe dem Tode sind. Diesen kann man helfen indem man ihnen eine Zuckerwasserlösung anbietet. Dazu stelle ich ihnen ein Teller mit der Zuckerlösung in den Garten oder wenn ich eine geschwächte Hummel finde setze ich sie direkt ans Teller. Dabei kann man sie beobachten wie sie gierig mit ihren Saugrüssel diese Lösung aufnimmt. Es freut mich jedes mal wenn die Hummel nach ihrer Mahlzeit wieder zu Kräften kommt.

Ganz egal ob jemand einen großen Garten oder einen Balkon zur Verfügung hat. Jeder kann was tun, damit man unseren Bienen den Start erleichtert!

 

 

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15 Gedanken zu “Info und Tipps für einen attraktiven Bienengarten im Frühjahr

    1. Liebe Margit,
      ja beim Thema Bienen da gibt es so vieles was interessant ist. Das war mit ein Grund, daß ich zu Imkern begann. Der Honig stand nicht im Vordergrund sondern ist nur eine süße Beigabe!
      Liebe Grüße Arlene

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  1. Wie schön, daß deine Bienen schon so aktiv sind ! Wie lange imkerst du schon ? Und sind alle deine Bienenvölker durchgekommen ? Ach ja, in so einem Garten kann man noch viel mehr machen. Schön, daß es bei dir für die Bestäuber so viel zu futtern gibt. Eine kleine Weide habe ich auch, aber sie macht jetzt wohl schon das zweite Jahr Blühpause. Dafür hat der Ableger eine Handvoll Kätzchen. Frühlingshafte Grüße vom Balkon 🙂

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    1. Mittlerweile sind es schon 15 Jahre daß ich imkere. Und obwohl ich auf dem Land lebe muß ich für „meine“ Bienen gut vorsorgen. So verrückt es ist, die Bienen finden in den Städten mehr Nahrung als auf dem Land!
      Dieses Jahr haben meine Bienen überlebt aber ich hatte leider in früheren Jahren auch schon Ausfälle.
      Ich finde das fantastisch was du auf deinem Balkon alles für die Natur machst. Deswegen fühlen sich auch bei dir die Hummeln so wohl 😉
      Liebe Grüße Arlene

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      1. Wau, 15 Jahre ! Dann bist du ja eine Imkerexpertin 🙂 Ja, daß mit der schlechteren Versorgung der Bienen auf dem Land finde ich immer wieder unglaublich und traurig, daß es so weit kommen konnte. War es vor 15 oder 10 Jahren noch anders ? Merkst du da einen Unterschied ? – Ja, mir liegen die Summer sehr am Herzen, zumal auch hier in der Stadt viel Einöde herrscht, aber immerhin kommen kaum oder keine Pestizide vor…das mit den Hummeln und Bienen und das Massensterben in den Sommermonaten war auch einer der Gründe für diesen Blog, weil ich etwas von meiner Erfahrung weitergeben und ein bißchen das Bewußtsein dafür wecken wollte. Und was man vor seiner eigenen Haustür tun kann, um für etwas mehr Natur zu sorgen, wenn man das so nennen kann. Das geht hier im Winter thematisch allerdings immer etwas unter. Ich freue mich jedenfalls immer sehr, wenn ich auf Gleichgesinnte treffe, die auch etwas für die Bestäuber tun. Und in deinem Garten gibts dafür jede Menge. Das ist wunderbar ! Herzliche Grüße, Almuth

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      2. Liebe Almuth,
        ich denke vor 15 Jahren war es schon genau so schlimm, daß auf dem Land keine Wiese mehr blühen darf weil die Landwirtschaft im Jahr 5 mal mäht, keine Randstreifen an Feldern und Wäldern stehen läßt. Jeder Zentimeter wird genutzt zur Optimierung.
        Die Bienen und Hummeln haben tatsächlich im Sommer das Problem daß sie verhungern. Im Frühjahr finden sie zumeist genügend aber im Sommer ist für sie Hungerzeit angesagt.
        Und da hast du recht, jeder kann was tun.
        Liebe Grüße Arlene

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      3. Ich hatte die Hoffnung, daß es zu der Zeit noch etwas besser war. Dann ist es ja schon lange Zeit so übel. Immerhin dringt es schon mal öfter ins Bewußtsein der Leute, aber von mir aus dürft es schneller gehen, bevor noch mehr Tier- und Insektenarten verschwinden. Bei manchen Insekten wissen wir ja nicht mal, wobei sie uns helfen und was passiert, wenn sie weg sind…Hoffnungsvolle Grüße, Almuth

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      4. Nein leider nicht, da müssen wir schon eher Jahrzehnte zurück gehen.
        Da hast du recht, mittlerweile ist die Misere doch schon bei einigen angekommen und wenn jeder ein wenig …
        Wünsch dir noch einen schönen Sonntag und liebe Grüße Arlene

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  2. Liebe Arlene,
    ein so schöner Post… Ich liebe Bienen und Hummeln, ihr Gesumme ist etwas vom Allerschönsten am Frühling. So versuche ich auch, von frühen Frühling bis zum späten Herbst immer etwas für sie „im Angebot“ zu haben. Bei den Lenzrosen bin ich aber unsicher. Zwar finden sich dort immer viele Bienen ein, aber in einem Buch habe ich mal gelesen, dass sie nur sehr mässig Pollen bzw. Nektar spenden. Na ja, in meinem Garten wachsen sie trotzdem reichlich, die Hübschen. 😉
    Anfang März habe ich eine entkräftete Biene im Garten gefunden, sie in ein Gläschen gepackt und ihr etwas Honig (von den Bienen einer Imkerin aus der Nachbarschaft) angeboten. Sie hat sofort daran gesaugt und ein paar Minuten später war sie wieder fit und ist davongeflogen. Nun hat mir jemand gesagt, dass man geschwächten Bienen besser keinen Honig anbietet, da sie sich Krankheiten holen können. Was sagst Du als Imkerin dazu?
    Herzliche Grüsse,
    Nadia

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    1. Liebe Nadja,
      vielen Dank, ja da hast du recht das ist eine wunderschöne Begleitmusik im Frühjahr.
      Zu deiner Frage wegen der Bienen – Wenn man eine schwache Biene außerhalb des Bienenstockes findet wird diese tatsächlich sterben. Die Bienen haben eine strikte Arbeitsteilung im Bienenstock. Wenn sie jung geschlüpft sind dann werden sie erst mal Putzerinnen, später kümmern sie sich um die Eier uswusf. Zum Lebensende der Biene darf sie erst aus dem Stock fliegen und Nektar und Pollen sammeln. Das heißt, alle Honigbienen die wir im Freien beim sammeln sehen sind alte Bienen. Und aus diesem Grund entdeckt man dann schon mal eine Biene die kurz vor ihrem Tod ist. Wenn du ihr dann etwas Honig anbietest ist das nicht so schlimm als wenn sich Imker nicht um die Varroabehandlung kümmern 😉
      Wünsche dir noch eine schöne Woche und liebe Grüße Arlene

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