Ist Garten manchmal auch anstrengend?

Ein grundsätzliches Thema in meinem Garten ist die Arbeitserleichterung. Ich weiß, über schwere Arbeit und Mühen im Garten wird nicht gerne gesprochen. Im Vordergrund stehen meist die schönen Dinge und der perfekte Garten. Aber definitiv hab ich mit meinem Garten Arbeit. Garten bedeutet nicht nur säen und ein wenig hier und dort zupfen, sondern oftmals auch schwere körperliche Arbeit.

Selbstverständlich ist das ganze auch Größenabhängig aber letztendlich kennt das jeder Gartenbesitzer mehr oder weniger, ob er nun nur ein kleines Fleckchen sein eigen nennt oder einen halben Park. Das Grundstück das ich bearbeite hat eine Größe von einem Hektar und davon sind 3000 qm als Garten angelegt. Der Rest sind Wiese und Wald, die aber auch behegt und gepflegt werden müssen.

Mit großer Leidenschaft bin ich in meinem Garten und kann mir kaum eine schönere Tätigkeit vorstellen als ein Stück Land zu gestalten und sich dann über das Ergebnis zu freuen und zu genießen.

Aber, ich werde älter und ich muß vorausschauend planen, daß ich den Garten auch noch in der Zukunft bearbeiten kann. Was kann getan werden um den Garten nicht zu pflegeintensiv zu gestalten, was gibt es für Möglichkeiten die Arbeit zu erleichtern?

Von der optimalen Gartenplanung bis zur richtigen Pflanzenauswahl und Gartenwerkzeuge, gibt es viele Dinge die beachtetet werden können daß der Garten mehr Freude bereitet als Plage.

Ich kann mir vorstellen, daß das nicht nur ein Thema für Ältere ist sondern auch für junge Gartenbesitzer, die nicht so viel Zeit aufbringen können.

So leidenschaftlich ich der Gartenarbeit nachgehe, mit genau so viel Begeisterung tue ich nichts im Garten. Für mich gibt es nichts schöneres als nach getaner Arbeit einen Sitzplatz auszusuchen und einfach nur den Garten auf mich wirken zu lassen oder mit Gästen einen Sommerabend draussen zu verbringen. Der schönste Lohn für manchmal auch anstrengende Arbeit!

Wie geht es euch mit dem Thema?

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22 Gedanken zu “Ist Garten manchmal auch anstrengend?

  1. Du sprichst mir aus der Seele! Ich denke schon ein wenig mit Grauen an das Umschaufeln des Kompostes! Ansonsten liegt mir viel daran, den Garten so pflegeleicht, wie möglich anzulegen! D. h. viele Bodendecker und Stauden, die unempfindlich sind.
    Trotzdem überlege auch ich, meinen alten Garten zu vermieten. Früher, als wir noch in der Wohnung waren, haben wir den Garten intensiv genutzt. Jetzt bin ich eigentlich nur noch zum Arbeiten dort, weil ich ja am Haus noch einen Garten habe. Allerdings hängt auch viel Herzblut in meinen Gärten und noch kann ich mich nicht so recht mit dem Gedanken anfreunden, ihn aufzugeben! Vielleicht finde ich ja jemanden, dem ich mit gutem Gewissen mein Gärtlein anvertrauen kann!
    Viele Grüße von
    Margit

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    1. Liebe Margit,
      danke für deine Zeilen! Es beruhigt mich, daß es nicht nur mir so geht.
      Es ist wirklich schwer, wenn man viel Liebe in einen Garten gesteckt hat diesen aufzugeben. Auch ich werde meinen Garten irgendwann aufgeben müssen, weil er einfach zu groß ist. Aber ich hoffe, daß ich noch viele Jahre mit Ihm habe.
      Liebe Grüße Arlene

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  2. Mit 3000 qm hast Du auch einen riesigen Garten! Ich denke, man muss Abstriche machen. Ich finde z.B. dass ein Rasen mehr Pflege bedarf als eines geschickt angelegten Staudenbeetes. Ein Garten für faule Gärtner sagte schon Karl Foerster 😉
    Ich kann gut reden, ich habe meinen Mann als Chefgärtner! Der macht alles, was ich körperlich nicht schaffe. Auch sonst sind wir ein Team: bei der Planung wie auch bei der Durchführung.
    Ich könnte mir auch eine Garten-Gemeinschaft vorstellen……oder sogar eine Garten-WG???? 😉
    LG Sabine

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Sabine,
      zu aller erst mal, ohne gemeinsames planen und garteln mit meinem Mann könnte dieser Garten gar nicht bewältigt werden 😉
      Und es ist interessant, wir machen es genau anders rum. Die Staudenbeete werden kleiner und die Rasenflächen größer. Obwohl ich das nicht Rasen nennen darf, denn es ist nur eine „Unkrautwiese“ die kurz gehalten wird. Und diese ist äußerst pflegeleicht. Da wird nicht gedüngt, vertikutiert oder gegossen, nur gemäht.
      Ja, das würde mir auch gefallen, mit anderen Gartenbegeisterten ein Stück Land zu gestalten!
      Liebe Grüße Arlene

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  3. Hallo Sabine,
    also bei mir nervt bisher der Rasen mehr als die Staudenbeete. Demnächst werde ich daher wieder ein Stück Rasen abstechen. An dieser Stelle ist der Rasen sowieso schon recht löchrig, da ich ihn im letzten Sommer nicht gewässert habe.
    Ich gebe daher einer Staudenmischpflanzung wie ich sie bei der LWG Bayern gefunden habe eine Chance.
    http://www.lwg.bayern.de/landespflege/gartendokumente/fachartikel/085590/index.php
    Angeblich ist die Arbeitszeit pro m2 recht gering. Lediglich über den Rückschnitt im Frühjahr mache ich mir noch Gedanken. Hier wird von mähen geschrieben. Ein Schnitt von Hand ist da natürlich zeitaufwändiger…
    viele Grüße
    Matthias

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    1. Hallo Matthias,
      Staudenbeete richtig geplant sind für mich auch die optimalen pflegeleichten Bereiche. Vor allem wenn Stauden gewählt werden die ungestört wachsen wollen und nicht alle 2-3 Jahre ausgegraben und geteilt werden wollen, die nicht aufgebunden werden müssen, die Schneckensicher sind … uswusf
      Auch mir sind am liebsten Stauden die ich im Frühjahr nur mähen muss und nicht mit der Handschere ran muß. Das mähen mache ich mit einer Sense und mit einem Eisenrechen wird alles zusammengerecht. Bei diesem Arbeitsgang entferne ich auch noch gleich wintergrüne ausdauernde „Unkräuter“.
      Für solche Beete ist natürlich gutes Staudenwissen nötig. Diese fertigen Staudenzusammenstellungen sind auf alle Fälle eine gute Alternative!
      Liebe Grüße Arlene

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      1. Hallo Matthias,
        ich nehme meistens eine altmodische Sense mit der früher die Wiesen gemäht wurden. Hab aber auch eine Motorsense.
        Für nicht zu harte Pflanzenteile benutze ich auch eine elektrische Gartenschere.
        Liebe Grüße Arlene

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  4. Über das Thema mache ich mir (mit 26 Jahren) sogar schon viele Gedanken… Denn ab und an zwickt der Rücken doch, wenn man tagein tagaus auf dem Boden rumkriecht 😦 Mein großer Traum für den Gemüsegarten sind ein paar Hochbeete, mal sehen ob sich das bald umsetzen lässt. Und ansonsten: immer auf einen geraden Rücken achten, damit der noch möglichst lange ohne zu meckern mitmacht 😀

    Liebe Grüße!

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    1. Je eher umso besser! Denn es wird mit den Jahren nicht weniger 😉
      Hochbeete sind eine tolle Lösung. Ich selbst habe leider keins aber es ist nicht nur Rückenschonend sondern soll auch mehr Erträge bringen.
      Dieses Jahr werde ich mir außen bei der Küchentüre einen alten Tisch aufstellen und darauf in Töpfen Kräuter kultivieren. Daß ich während dem Kochen direkt Zugriff habe. Ich stelle es mir zumindest praktisch vor!
      Liebe Grüße Arlene

      Gefällt 1 Person

      1. Die Kräuter direkt vor der Küchentür sind eine gute Idee XD Mit eigenen Kräutern zu kochen bringt wirklich direkt ein ganz anderes Koch- und Geschmackserlebnis 😀 Wir wohnen ja jetzt seit einem Jahr direkt bei unserem Garten und sind sooo froh, für ein bisschen Petersilie, Dill oder Thymian einfach kurz runtergehen zu können 🙂

        Liebe Grüße!

        Gefällt 1 Person

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