Schmucklilie – Pflegetipps

Zu meinen absoluten Kübelpflanzenfavoriten gehört die Schmucklilie. Auch wenn sie nur für ein paar Wochen im Sommer blüht ist sie immer ein Highlight im Garten und bekommt bei mir Extra-Plätze!

Wenn ein paar Pflegetipps beachtet werden ist sie äußerst unkompliziert und begeistert jedes Jahr mit mehr Blüten.

Schmucklilie – Agapanthus

Botanisch gesehen ist sie eine Rhizomstaude mit fleischigen Wurzeln und gehört zu den Lilienähnlichen Pflanzen. Ursprünglich kommt sie aus Südafrika und es gibt sie in den Farben Blau und Weiß mit sämtlichen Zwischentönen.

Es wird unterschieden zwischen immergrünen und einziehenden Agapanthus. Die immergrünen behalten das ganze Jahr die Blätter und müssen deshalb hell und kühl überwintert werden und vertragen keine Minusgrade. Das sind diejenigen die man am häufigsten in den Gärtnereien angeboten bekommt.

Dagegen der Agapanthus der seine Blätter über den Winter verliert kann dunkel überwintert werden und verträgt sogar Frost. Diese werden oftmals als winterhart bis minus 15° Celsius bezeichnet und für Freilandpflanzungen empfohlen. Das würde ich aber nur für absolut trockenen Standort und mildes Weinbauklima empfehlen und mit entsprechenden Winterschutz.

Am besten wären im Winterquartier Temperaturen zwischen 0°C und 7°Celsius. Zum Ende der Überwinterungszeit soll die Pflanze sobald als möglich wieder ins Freie um einen stabilen Blattaufbau und kräftige Blütenstile zu fördern. Und so bringe ich sie je nach Wetter oft schon ab Mitte März bis Anfang April nach draussen an eine überdachte und geschützte Stelle. Dies ist nur möglich wenn man bei Minusgraden die Pflanze schnell wieder ins Haus holen kann oder wenn das Thermometer an die Null Grad geht, decke ich die Pflanze mit einer Decke ab.

Über den Winter werden bei mir ziemlich viele Blätter braun weil ich leider keinen optimalen Platz habe sondern nur einen der viel zu warm ist. Und trotzdem erholen sie sich im Laufe des Frühjahrs recht schnell davon.

Mittlerweile habe ich sie bereits durchgeputzt und fange erst ab März wieder vorsichtig mit dem Gießen an. Denn der Agapanthus soll während dem überwintern trocken gehalten werden. Überhaupt mag der Agapanthus mit seinen fleischigen Wurzeln auch im Sommer nicht im Nassen stehen, denn diese könnten sonst sehr schnell faulen. Eine perfekte Pflanze für mich, da ich gerne mal das gießen übersehe!

Ab April darf wieder regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Dabei ist kein spezieller Dünger notwendig, man nimmt Volldünger ob mineralisch oder organisch, je nach dem mit was man üblicherweise düngt.

Zum Pflanzen kann ganz normale Blumenerde genommen werden, eventuell zwecks besseren Wasserabzug im unteren Bereich des Gefäßes etwas feinen Kies oder Blähton geben.

Nur in punkto Pflanzgefäße muß beachtet werden, daß die fleischigen Wurzeln des Agapanthus unglaubliche Kräfte entwickeln und locker einen  Terrakottatopf sprengen können. Aus diesen Grund pflanze ich sie immer in preiswerte Kunststofftöpfe und stelle sie dann damit in schöne Übertöpfe. Außerdem lassen sie sich dann auch leichter ins Winterquartier transportieren.

Am liebsten mag er Plätze in der Sonne aber nimmt es nicht übel wenn er ein paar Stunden ohne auskommen muß. Nur direkt im Schatten da kann er sich nicht entwickeln.

Zum Schluß möchte ich noch auf die häufige Frage eingehen warum die Schmucklilie keine oder nur wenig Blüten entwickelt. Und da ist ein Grund, daß die Pflanze möglichst lange ungestört wachsen möchte. Es sollte erst umgetopft werden wenn die Wurzeln das ganze Pflanzgefäß ausgefüllt haben. Ich warte immer solange bis der Kunststofftopf bereits ganz verbeult durch den Wurzeldruck ist. Deshalb am besten wenn man eine kleine Pflanze kauft, diese in nur einen etwas größeren Topf pflanzen und die ersten Jahre mal wachsen lassen. Erst wenn die Wurzeln den Topf gut ausfüllen, können sich die Blüten gut entwickeln. Das ist doch mal eine gute Nachricht, je weniger man tut umso mehr Blüten entwickelt die Pflanze!

Und die Pflanze braucht eine kühle Überwinterung um Blüten ansetzen zu können. Das ist der Grund warum ich sie sobald als möglich nach dem Winter ins Freie gebe um ihr noch diesen Kältereiz zu bieten und sie belohnt mir diesen kleinen Aufwand jedes Jahr mit mehr Blüten!

 

 

 

 

 

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4 thoughts on “Schmucklilie – Pflegetipps

  1. Eine nette Anregung, fehlt noch in meinem Garten. Die Schmucklilie gehört für mich zu den Pflanzen aus ‚Omas Garten‘, ich versuche aus meiner Erinnerung heraus meinen Garten zu bestücken: Tränendes Herz, Bartnelke, Pfingstrose,…
    All das wuchs im Garten wo ich aufgewachsen bin und oft wünsche ich mir, ich könnte mal nachfragen …
    Lg
    Melissa

    Gefällt 1 Person

  2. Meine Agapanthus habe ich in torffreie Erde gepflanzt – kann ich nur empfehlen. Die hält das Wasser schlecht und so sind die Schmucklilien selbst im Winter geschützt vor Fäulnis. Meine stehen übrigens in der Garage, wenn es unter Null geht, ansonsten sind sie draußen. Sie blühen jedes Jahr prächtig! LG Floristin

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