Bergenie – Staude des Jahres 2017

Der Bund deutscher Staudengärtner stellt jedes Jahr eine Staudengattung vor um sie ein wenig mehr in den Blickpunkt zu stellen. Dieses Jahr ist die Bergenie an der Reihe.

Den meisten sind diese Stauden mit den ledrigen Blättern bekannt und doch führen sie oft im wahrsten Sinne des Wortes ein Schattendasein. Denn häufig werden sie für den Schatten empfohlen obwohl sie doch lieber einen sonnigen bis nur einen sehr lichten Schatten mögen. Das spricht für ihre Unverwüstlichkeit, sie gedeihen auch noch unter schlechten Bedingungen. Zwar mit weniger Blüten und die Blätter nicht so üppig.

Dabei ist ihnen ein sonniger Platz viel lieber der sogar noch ziemlich trocken sein darf. Somit ist sie eine perfekte Pflanze für unsere oft trockenen Sommer und nehmen aber im Gegenzug eine nasse Saison auch nicht übel.

Bergenien brauchen nicht viel Pflege sind aber für eine leichte Düngergabe wie z.B. Kompost im Frühjahr vor der Blüte sehr dankbar. Wenn im Laufe der Jahre die Blätter etwas langbeinig werden, schneidet man sie nach der Blüte mit einem Messer ab. Danach treiben sie wieder willig durch. Auch lassen sie sich leicht aufnehmen und teilen und somit einfach vermehren.

Hauptsächlich werden die Bergenien als Blattschmuckstaude gepflanzt, denn welche Staude kann schon damit punkten, daß sie immergrün ist. Manche Sorten wie z.B. die ‚Eroica‘ besticht im Winter zusätzlich mit rötlich überlaufenen Blättern, nur mag ich ihre quitschlila Blüten nicht.

Gerade in der kalten Jahreszeit kommen sie erst so richtig zur Geltung.

Am häufigsten sieht man in den Gärten die rosablühenden Bergenien. Es gibt sie aber von Weiß über Zartrosa bis zu einem kräftigen Purpur. Obwohl die weißen Sorten nur am Beginn der Blüte weiß sind und dann schnell ins Rosa übergehen.

Ihre Blütezeit ist im April , es gibt aber auch später blühende Sorten im Mai. Und es gibt sogar welche die im Herbst eine kleine Nachblüte zeigen, wie ‚Herbstblüte‘ oder auch ‚Doppelgänger‘.

Bergenien sind außerdem wunderbare Schnittblumen für die Vase und halten sehr lange im Haus. Auch die Blätter lassen sich sehr gut für die Floristik verwenden.

Kombinieren lassen sie sich wunderbar mit typischen Frühjahrsblühern wie hier mit den Akeleien, Wolfsmilch und Tulpen. Das kräftige ledrige Blatt mit dem filigranen der Akelei gibt einen schönen Kontrast. Auch mag ich die unkomplizierte Kombination mit Frauenmantel. Oder wenn sie in kleinen Gruppen gepflanzt werden gefallen sie mir in Kombination mit Gräsern sehr gut.

Auf alle Fälle könnte ich mir meinen Garten ohne die Bergenien nicht vorstellen. Nicht nur daß sie wunderschöne Blattschmuckstauden sind die auch noch immergrün sind. Nein, sie haben noch einen riesigen Vorteil. Die Schnecken mögen sie nicht! Fantastisch, denn letztes Jahr habe ich mich dazu entschlossen nicht mehr auf Schneckenjagd zu gehen, sondern statt dessen nur noch Pflanzen zu kultivieren die die Schnecken nicht mögen. Und die Bergenien werden da so manches Plätzchen in meinem Garten übernehmen.

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8 Gedanken zu “Bergenie – Staude des Jahres 2017

  1. Bisher mochte ich diese Pflanze ehrlich gesagt nicht so sehr. Das liegt vielleicht an dem „Schattendasein“, das sie meisten führen – dann stehen da immer nur diese ledrigen Blätter herum… Aber auf deinen Fotos sieht sie richtig hübsch aus!
    Wo kommt die Pflanze denn ursprünglich her?
    Und werden ihre Blüten von Insekten besucht? Wenn ja, von welchen?

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    1. Dann freut es mich doch, daß ich dich zumindest neugierig auf diese Staude gemacht habe 😉
      Die Bergenie kommt ursprünglich aus Zentral- und Ostasiatischen Gebirgen und ist ein Steinbrechgewächs.
      Ich weiß zumindest, daß die Blüten gerne von den Honigbienen und Wildbienen angenommen wird. Und zum Leidwesen der Gärtner mögen Rüsselkäfer gerne mal an den Blättern knabbern.
      Liebe Grüße Arlene

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  2. jaha… Bergenien können so einiges. Sie halten Schatten, Sonne, Trockenheit und Schnecken aus… sie haben nur einen großen Nachteil: mir gefallen sie nicht ! Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

    Viele Grüße, Katja

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