Gartenstreifzug im Dezember

Es ist noch nicht richtig Winter aber auch nicht mehr Herbst. Für mich ist der Dezember so ein Zwischenmonat. Dieses Jahr hat er sich aber schon ungewöhnlich kalt gezeigt mit tiefen Temperaturen und ohne Schnee aber mit schönen Frostbildern.

Der Zugangsbereich zum Haus geht hier am Farngarten und den immergrünen Gehölzen vorbei. Wie bin ich im Winter über die paar grünen Tupfer froh.

So manches frische Grün zeigt sich doch noch zwischen den winterlichen Farben.

Ramblerrose „Bobby James“

Der Frost war als Malermeister unterwegs und hat diese Gehölzgruppe in weiße Farbe getaucht.

Gehölzgruppe

Und die Gräser sind für mich immer ein Blickfang, ob im Sommer oder Winter.

Das große Chinaschilf kombiniert mit Herbstastern und Sedum

Dieses Jahr sind die Gräser nur an geschützten Plätzen zum Blühen gekommen.

Blüte des Chinaschilfs

Ein Blick in meinen Kräutergarten. Auch im Winter ernte ich dort die Kräuter wie Salbei, Thymian, Olivenkraut, Rosmarin usw.. Nicht winterharte Kräuter wie den Rosmarin lasse ich immer über den Winter im Garten stehen denn da ist er gut konserviert weil es ja kalt ist und hol ihn mir dann nach Bedarf für die Küche.

Im Vordergrund ein rotblättriger Salbei

Im Winter ist in meinen Garten leider durch den umliegenden Buchenwald und die tief stehende Sonne ein recht sonnenloser Monat und ich freu mich schon wenn ich sie nur durch die Bäume sehe. Wenn aber Frosttage sind, dann sind auch diese Licht- und Schattenspiele wunderschön.

dsc_0281

Im Garten hab ich dann nur einzelne Sonnenstreifen wenn sie durch die Stämme hindurch scheint.

Und damit deswegen der Garten nicht zu trist wirkt mag ich vereinzelte immergrüne Pflanzen wie diesen Bambus.

Bambus

In diesem Garteneck bin ich gerade dabei mir einen „Dschungel“ zu gestalten. Bambus mit Gräsern und großblättrigen Stauden. Das ist noch eine Baustelle aber da werde ich im neuen Jahr mehr Bilder zeigen.

Wenn ich den Wintergarten so betrachte ist das ja alles ganz nett. Die verblühten Stauden die man stehen lässt in Kombination mit Immergrünen und allem was dazu gehört für einen gut gestalteten Wintergarten. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich mir das alles nur schön rede. Die meiste Zeit kein Schnee und der Frost zaubert auch nicht jeden Tag schöne Bilder.

Dezembergarten

Hilft nichts, wenn Winter ist dann ist eben Winter. Vielleicht ist euch schon aufgefallen, dass ich mir in der Seitenleiste einen Kalender mit Tageszähler eingefügt habe. Erster März – Noch 77 Tage bis zum meteorologischen Frühlingsanfang. Ich gestehe, ich zähle tatsächlich bereits die Tage bis es endlich wieder los geht im Frühling.

Aber bis dahin arrangiere ich mich mit dem Winter und freu mich über die kleinen Dinge die der Garten mir  zeigt.

Samen der Stockrose
Abgeblühtes vom Sonnenhut

Oder der Frost der einen immer wieder überrascht.

Samenstände eingesponnen von Frostfäden

Und wenn das Grün auch nicht mehr das Morbide im Garten versteckt.

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Wie wohltuend ist mir da so ein Farbfleck in dieser grauen Zeit. Die Früchte des einheimischen Wasserschneeballs bleiben lange hängen. Denn die Vögel verschmähen sie. Mir ist aufgefallen, dass die Amseln sie erst fressen wenn der Winter sehr kalt ist und lange dauert.

Früchte des einheimischen Wasserschneeballs

Aber der Winter hat auch etwas Gutes. Nicht nur die Natur begibt sich zur Ruhe sondern auch ich gehe über in den Winterschlafmodus  und freu mich um so mehr wenn es endlich wieder los geht.

 

 

 

 

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9 Gedanken zu “Gartenstreifzug im Dezember

  1. Sehr schöne Bilder aus einem schönen Garten 🙂 Das Bild mit dem Sonnenlicht durch die Buchen ist besonders schön ! Und vielen Dank für die Aufklärung – jetzt weiß ich endlich was für ein Strauch vor dem Haus steht: ein Wasserschneeball und wie du sagst: er hängt noch voller Beeren und die Drosseln gehen jetzt erst hin und wieder an die Früchte. Vielleicht werden die bei längerem Frost umso süßer ??? Viele Grüße, Almuth

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      1. Die Früchte des Wasserschneeballs sind für den Menschen nicht genießbar. In der Literatur liest man von schwach giftig bis giftig. Weil es im Moment „In“ ist, alles zu essen was die Natur uns gibt, werden sie öfters als essbar beschrieben. Davon halt ich gar nichts, ich lass sie lieber den Vögeln.
        Liebe Grüße Arlene

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      2. Da hast du Recht, wir müssen den Piepmätzen nicht auch noch die Beeren wegessen. Sie sahen für mich auch nicht so nach eßbar aus, die roten Früchte. Diese „gläsernen“ Beeren. Aber manchmal täuscht man sich ja…Ich freu mich, daß ich jetzt den Namen kenne 🙂 Liebe Grüße, Almuth

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