Ist der Herbst ohne Fetthennen komplett?

Selbstverständlich kann jeder Garten ohne die hohen Sedumarten auskommen. Aber es spricht soviel für diese Herbstblüher, dass es schade ist wenn man auf sie verzichtet. Für mich ist der Herbstgarten ohne sie undenkbar. Allein schon deshalb weil sie Magnete für Bienen und Schmetterlinge sind.

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Tagpfauenauge auf Sedum

Außerdem sind sie unkomplizierte Stauden die über das ganze Jahr attraktiv aussehen. Dass sie von Schnecken gemieden werden ist nochmals ein großer Pluspunkt.

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Sedum kurz vor Blühbeginn

Hohe Fetthennen sind „Ganzjahresstauden“, sie sehen vom Austrieb bis  zur Blattbildung, während der langen Blütezeit und dann im Winter wenn die Samenstände ein Schneehäubchen tragen immer vorteilhaft aus. Deshalb die Samenstände über den Winter stehen lassen und erst zum Winterende zurückschneiden.

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Gedeckter Tisch

Für ein gutes Wachstum ist ein durchlässiger Boden wichtig, insbesondere für die rotlaubigen Sorten. Am liebsten stehen sie in der Sonne, aber auch im Halbschatten gedeihen sie noch recht gut. Meine Fetthennen bekommen nie Dünger und wachsen seit Jahren auf dem selben Platz ganz fantastisch. Wenn der Boden zu nährstoffreich ist oder aber auch zu stickstoffbetont gedüngt wird, dann können die Stängel nicht standfest sein und kippen mit den schweren Blütenständen um.

Es gibt viele verschiedene Sorten aber eine der Besten ist die Sedum Telephium-Hybride    `Herbstfreude´, ein Klassiker der bis jetzt zu eine der Robustesten und Besten zählt. Auch schnitt sie im Sichtungsergebnis mit „ausgezeichnet“ ab. In meinem Garten hab ich schon einige verschiedene probiert aber letztendlich wächst nur noch diese eine. Es gibt aber auch rotlaubige und weißblütige (Sedum spectabile ´Iceberg´ ) die aber häufig nicht ganz stabil reinweiß wächst und immer wieder nach rosa zurückschlägt.

Das Sedum gehört zur Familie der Crassulaceae, den Dickblattgewächsen. Diese Pflanzen sind in der Lage, in ihren dicken Blättern Wasser zu speichern. Und damit sind sie hervorragende Pflanzen für Standorte die sehr trocken sind oder mit wenig Niederschlag zu rechnen ist.

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Kombiniert mit weißer Herbstaster

Ein immer wichtigerer Aspekt wird sein, dass wir Pflanzen in unserem Garten wachsen lassen die mit beiden Wetterextremen zurecht kommen. Einerseits Trockenheit und andererseits mit der Nässe, wie es dieses Jahr in meinem Garten war.

Meine Devise, nicht jammern weil es zu nass oder zu trocken im Garten ist, sondern es müssen nur die richtigen Pflanzen gepflanzt werden. Welche Ausgangssituation habe ich im Garten mit dem Boden (lehmig,sandig usw.), Standort (sonnig, schattig), Kleinklima usw. und je nach dem werden Pflanzen ausgewählt, die dann auch mit Wetterextremen umgehen können.

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Sedum kombiniert mit Katzenminze

Die hohen Fetthennen sind als einzelne Pflanze wunderschön zu kombinieren mit Gräsern, Herbstastern oder wie auf dem Foto oben bei mir mit Katzenminze, die ich nach der ersten Blüte komplett zurück geschnitten habe und jetzt zusammen mit der Fetthenne ihre zweite Blüte zeigt. Aber auch großflächig gepflanzt wirken diese Sedum ganz fantastisch.

Eine häufig gesehene Kombination mit Lampenputzergras und Sonnenhut – Rudbeckia fulgida ergibt eine wunderschöne Kombination für den Herbst.

Außerdem können diese hohen Fetthennen hervorragend in Pflanzkübel über Jahre kultiviert werden und sind auch für den Balkon eine Bereicherung.

Diese Pflanze ist ein Tausendsassa, ein absoluter Favorit in meinem Garten!

 

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4 Gedanken zu “Ist der Herbst ohne Fetthennen komplett?

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