Gartenstreifzug im August

Der metereologische Herbst beginnt bereits am 1. September und jetzt Anfang August frage ich mich wann der Sommer kommt? Jammern hilft nicht, mir ist es lieber es regnet viel als dass wir eine Trockenheit hätten.

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Lauch

Hier im Lauchbeet müsste ich mal durchhacken, alles verschlämmt vom vielen Regen. Wir sind keine Zwiebelesser, so gibt es Lauch als Ersatz und der gedeiht recht gut.

Als ob ich es im Frühjahr geahnt hätte, dass der Sommer kalt und verregnet wird, ich hab nur die wüchsigen und unkomplizierten Feuerbohnen gesät. Ich mag die rote Blüte und jung geerntet sind sie sehr zart und schmackhaft. Auch der kräftigere Bohnengeschmack findet meinen Gefallen.

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Knoblauchzwiebelchen

Eine unkomplizierte Knoblauchart, die zwar nur kleine Knöllchen entwickelt aber ganz viele Luftzwiebelchen, die zur Vermehrung in die Erde gesteckt werden. Außerdem ist er absolut winterhart, auch in unserem nassen und kalten Klima.

Im Gemüsegarten wachsen bei mir die Duftrosen und sie zeigen jetzt ihre zweite Blüte. Ich werde auch nochmal Rosensirup herstellen.

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Samenstände der Jungfer im Grünen

Aus Cornwall habe ich mir Samen von dieser „Jungfer im Grünen“ mitgebracht. Und sie sämt sich jedes Jahr von selbst wieder aus. Aus dem Urlaub nehm ich mir von überall ein pflanzliches „Mitbringsel“ mit und werde so im Garten an meine Reisen erinnert.

Auch die Farben zeigen sich allmählich herbstlich. Links der heimische Wasserschneeball und rechts der Cotoneaster dielsianus der ursprünglich aus China kommt. Der Cotoneaster wurde vor Jahren vor allem als „Monokultur“ gepflanzt und hat so in meinen Augen ungerechterweise einen schlechten Ruf bekommen. Einzelne Sträucher sind wunderschön, vor allem die Bienen lieben die Blüten und die Vögel können im Herbst gar nicht abwarten bis die Früchte rot werden weil sie anscheinend ganz besonders gut schmecken. Dagegen werden die Früchte des heimischen Wasserschneeballs von Vögel verschmäht. Nach meiner Beobachtung nehmen sie die Früchte nur an, wenn der  Winter sehr kalt ist und sie auf diese Nahrung angewiesen sind.

Es sollten diese oft verpönten Pflanzen viel differenzierter betrachtet werden. Und nicht nur eine Meinung ständig wiederholt werden!

Der Schwarze Holunder wird allmählich reif und da muss ich immer schnell sein, damit nicht nur die Vögel was abbekommen. Ich mache Saft daraus. Es ist mein immunstärkendes Getränk um gefeit in den Winter zu gehen um sich hoffentlich keine Grippe zu holen.

Sobald die Sonne scheint, sind die Bienen fleissig unterwegs. Und weil ich viele Bienenpflanzen im Garten habe, höre ich sie in allen Ecken summen und brummen. Links im Foto, das ist die Topinambur die mittlerweile über 3 Meter hoch ist und erst zum blühen anfängt. Ursprünglich habe ich sie als Bienenweide für den Herbst gepflanzt. Und siehe da, die Bienen mögen sie gar nicht.

Die Bienen halten wir aus Naturschutzgründen und wenn Honig abfällt ist es toll und wenn es so wie dieses Jahr ein schlechtes Honigjahr ist, dann lassen wir den wenigen Honig im Kasten. Ohne Bienen würde uns im Garten etwas fehlen. Dieses imkerliche Beobachten eines Bienenjahres ist ein wundervolle Beschäftigung mit der Natur.

Die herbstlichen Stauden zeigen bald ihren Höhepunkt und so langsam beginnt diese Phase.

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Winterharte Staudenbegonie

Die winterharte Stauden-Begonie die ich in einem Beitrag bereits vorstellte  ( Die Staudenbegonie – ein Herbstblüher ) treibt die ersten Blütenknospen und zeigt ihr wunderschönes Laub im Gegenlicht.

Mittlerweile bekommt die Farbe Gelb in meinem Garten wieder mehr Platz. Und so experimentiere ich mit verschieden Gelbtönen. Einerseits die Dahlien oder diese hellgelbe Surfinie die ich in Töpfe gepflanzt habe.

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Euphorbia seguieriana ssp. niciciana

Oder diese winterharte Wolfsmilch die von Juni – August blüht. Eine eher ungewöhnliche Blütezeit für eine Wolfsmilch die vor allem im Frühjahr ihre Zeit haben. Sie hat sich bereits mehrere Jahre im Garten gut etabliert.

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Hühner

Ständig begleitet mich der Gockel mit seiner Frau auf meinen Gartenstreifzügen. Letztes Jahr hat mir der Fuchs alle Hühner, außer diese beide, geholt. Der Gockel war schwerst verletzt und dank meiner „Intensivpflege“ ist er wieder fit geworden. Jetzt dürfen beide ihren Alterssitz hier geniessen.

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Weintrauben

Die Weintrauben haben sich bis jetzt recht gut entwickelt. Dieser Stock steht erst seit drei Jahren und ich bin überrascht, dass sie in meinem nicht gerade sonennverwöhnten Garten so gut gedeihen.

Vielleicht bekommen wir noch einen goldenen Herbst und wir werden ein wenig entschädigt für das kühle Sommerwetter hier in Südostbayern.

Ich wünsch euch allen noch einen schönen Restsommer und viel Sonne!

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9 Gedanken zu “Gartenstreifzug im August

  1. Danke für deinen herrlichen Bericht.
    Oh deine Hennen sind so schoen.
    Ich liebe Hennen sehr und den Ruf des Hahnes am Morgen.
    Leider hoere ich aber nur ganz selten diese lieblichen Klänge.
    Ich freue mich weil der Sommer – für mich – erträgliche Temperaturen hatte.
    Hitze macht mir seit jeher schwer zu schaffen.
    In der Hitze kann ich die Tage des Sommers unmoeglich genießen.
    Segen dir und den Deinen!
    M.M.

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  2. Schöner und farbenfroher Bericht :-). Da kommt fast schon Herbststimmung auf… Zum Glück haben wir im Moment ja mal ein paar wenigeTage Sommerfeeling, allerdings soll nächste Woche quasi Herbst werden, da werden Zucchini und Co. sicherlich bald das Handtuch werfen bzw. Mehltau bekommen… LG Birthe

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    1. Liebe Iris,
      Cornwall war wunderschön. Selbstverständlich habe ich typische Gärten dort besucht und ich hatte sogar das Glück die riesigen „Rhododendronbäume“ blühen zu sehen. Aber mir gefiel vor allem auch die Landschaft und die herrlichen Küstenwanderwege rund um Polperro, ein pittoreskes Fischerdorf das zwar sehr touristisch ist aber noch viel von seinem Flair behalten konnte. Wie beneide ich dich um deinen Englandaufenthalt ….
      Liebe Grüße Arlene

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      1. Liebe Arlene
        Vielen herzlichen Dank für deine Antwort. Meine Eltern kommen mich mit ihrem Camper besuchen und wir überlegen uns nach Cornwall zu fahren. Da sie die Landschaft aus Bildern und dem Fernseher kennen.
        Wir werden sehen. Vielleicht werden wir die Zeit finden um noch weiter in den Westen zu fahren.
        Liebe Grüsse
        Iris

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