Von Biber, Pilz, Bärlauch und Seidelbast

Wenn die Aussentemperaturen nicht mindestens an die +10°C reichen dann hab ich keine Lust im Garten zu werkeln. Irgendwas wäre immer zu tun aber es ist mir zu kalt und ungemütlich. Dann bin ich lieber auf meinen Streifzügen durch die Natur unterwegs. Nur ein paar Hundert Meter von meiner Haustüre entfernt fliesst die Alz vorbei, das ein Abfluss vom Chiemsee ist und nach 63 km in den Inn mündet. Eine Auenlandschaft ist eine ganz eigene Welt und lädt gerade dazu ein auf Entdeckungstour zu gehen.

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Seit diesem Jahr entdecke ich immer wieder vom Biber angenagte Bäume und er sucht sich nicht die kleinsten aus. Faszinierend wie im angeraspelten Holz seine Zahnspuren zu sehen sind. Bin gespannt was der noch weiterhin so treibt.

Letzten Herbst gab es bei uns überhaupt keine Pilze, nicht mal giftige. Da seh ich jetzt im Frühjahr einen quitschgelben Pilz und hab daheim gleich mal gegoogelt was das für einer ist.

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Goldgelber Zitterling – Tremella mesenterica

Goldgelber Zitterling ein geruchsneutraler, geschmackloser Pilz der zwischen Spätherbst und Frühjahr auf Laubholzästen vorkommt. Gilt als essbar aber wegen des nicht vorhandenen Geschmackes soll er nicht wirklich küchentauglich sein.

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Ein riesiges Bärlauchfeld das immer größer wird. Der Knoblauchgeruch ist bereits ganz leicht wahrnehmbar. Das wird aber noch andere Duftdimensionen annehmen. Zum Bärlauch werde ich an anderer Stelle mal was schreiben.

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Gemeiner Seidelbast – Daphne mezereum

Und dann zum Abschluss entdeck ich einen Seidelbast das doch immer etwas ganz besonderes ist in der freien Natur zu entdecken. Eine geschützte Pflanze die in allen Teilen sehr giftig ist. Normalerweise seh ich kein Problem mit giftigen Pflanzen im Garten vor allem in Bezug auf Kindern aber beim Seidelbast sollte man es sich gut überlegen ob er einen Platz im Garten bekommt, obwohl er eine sehr schöne Erscheinung im Frühjahrsgarten wäre. Nach der Blüte entwickeln sich scharlachrote Früchte wobei nur wenige reichen um sich tödlich zu vergiften. Sollte man aber einen Seidelbast zu Gesicht bekommen dann unbedingt mal an den Blüten riechen. Ein unglaublich intensiver angenehmer Duft.

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